Kredit- und Wertpapiergeschäft dank Investitionsoffensive mit zweistelligen Wachstumsraten

Privat- und Gewerbekunden belohnen Qualitätsoffensive

Bilanz 2014 der Volksbank Halle/Westf. eG

Halle Westfalen. 16. Januar 2015. Die Investitionslust ihrer mehr als 23.000 Kunden und eine starke Teamleistung der 108 Mitarbeiter haben der Volksbank Halle/Westf. eG ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 ermöglicht. Besondere Dynamik entwickelte dabei das Kreditgeschäft mit einem zweistelligen bilanziellen Wachstum von über 12 Prozent. Erstmals über die 100-Millionen-Euro-Grenze stieg auch das betreute Depotvolumen im Wertpapiergeschäft, das mit einem Plus von 16 Prozent ebenfalls zweistellig zulegen konnte. Die Vorstände Rainer Peters und Harald Herkströter ziehen angesichts dieser starken Entwicklungszahlen in einem für die Banken nach wie vor schwierigen Umfeld ein zufriedenes Fazit: „Der Volksbank Halle geht es gut.“

Die Bilanzsumme der Volksbank Halle erhöhte sich in 2014 um 20,9 Mio. Euro oder 5 Prozent auf 440 Mio. Euro. Das betreute Kundenvolumen stieg um 11% auf 874 Mio. Euro an. Der vorläufige Bilanzgewinn liegt mit 1,16 Mio. Euro knapp über Vorjahresniveau (1,12 Mio. Euro). Der Vorstandsvorsitzende Rainer Peters bewertet die Ertragslage als „zufriedenstellend“ und sieht die Bank auf ihrem strategischen Wachstumspfad voll auf Kurs. „Unsere konsequente Qualitätsoffensive mit dem Ausbau von Personal und Ressourcen sowie großen Investitionen in die Aus- und Weiterbildung unseres Teams zahlt sich weiterhin aus und wird von den Kunden belohnt“, so Peters. Deren Zahl wuchs in 2014 um 478 auf 23.669 genauso erfreulich, wie die Zahl der Mitglieder, die sich sogar um 751 auf aktuell 11.547 erhöht hat.

Außerordentliche Kreditnachfrage

Stärkster Wachstumsmotor des abgelaufenen Geschäftsjahres war erneut das Kreditgeschäft. „Unsere Kunden haben die anhaltende Niedrigzinsphase genutzt, um kräftig zu investieren“, so Harald Herkströter. Dabei habe der Norden des Kreises Gütersloh mit seinen zahlreichen neuen Gewerbe- und Baugebieten in 2014 eine besondere Dynamik gezeigt. Herkströter: „Wir als Volksbank mit unseren Standorten in Halle, Werther, Borgholzhausen und Dissen konnten als Spiegelbild der heimischen Wirtschaft sogar überdurchschnittlich wachsen.“ Die bilanziellen Kredite stiegen um 31 Mio. auf 279 Mio. Euro mit einem Plus von satten 12 Prozent. Zusätzlich konnte die Volksbank einen Rekordwert von 27 Mio. Euro an ihre genossenschaftlichen Verbundunternehmen vermitteln (+43%).

In Summe konnte die Volksbank Halle mehr als 2.000 neue Kredite mit einer Gesamtsumme vom 105 Mio. Euro neu bewilligen – so viel wie noch nie in einem Geschäftsjahr. Davon entfielen auf den Privatkundenbereich ca. 69 Mio. Euro. Insbesondere Baufinanzierungen waren stark nachgefragt. Herkströter: „Mit unseren Finanzierungen haben wir rund 250 Familien zu Bauherren gemacht. Besonders freuen wir uns dabei über den hohen Anteil an neuen Kunden, die uns bei dieser Entscheidung fürs Leben ihr Vertrauen geschenkt haben. Hier zahlen sich die hohe Expertise unserer Berater und unsere ganzheitliche genossenschaftliche Beratung aus, die zu vielen Weiterempfehlungen führen.“

Zweigniederlassung Werther Spitzenreiter beim Wachstum

Die mit Abstand größten Zuwächse im Kreditgeschäft verzeichnete die Zweigniederlassung Werther. Hier wurde ein Volumenplus von 23,5 Prozent erzielt. Dazu Harald Herkströter: „Ein so außergewöhnliches Wachstum zeigt auf, wie groß das Vertrauen der Wertheraner in unser genossenschaftliches Geschäftsmodell und die Beratungsqualität unserer Vertriebsmannschaft unter der Leitung von Martin Krämer und Benjamin Zingler ist."

Firmenkunden und Landwirte investieren unvermindert

Von einer weiterhin erfreulichen Investitionsbereitschaft war auch das Firmenkundengeschäft der Volksbank Halle geprägt. Hier konnte das Kreditvolumen um 5% auf 128 Mio. Euro erhöht werden. Gefragt waren vor allem gewerbliche und wohnwirtschaftliche Immobilienfinanzierungen in Halle mit langen Zinsbindungen bis zu 30 Jahren. „Auch die Landwirtschaft hat in 2014 - mit Ausnahme Erneuerbarer Energien wie Photovoltaik und Biogas - rege investiert und wurde dabei von der Agrar-Offerte der Volksbank Halle begleitet“, so Jörn Treichel, Leiter der Firmenkundenbetreuung. Ein unverändert starker Partner blieb die Volksbank Halle bei der Einbindung von Förderkrediten, von denen in 2014 insgesamt 231 vermittelt wurden (+40 Prozent).  Treichel: „Bemerkenswert ist dabei vor allem die  Volumensteigerung bei den landwirtschaftliche Förderdarlehen, die gegen den Trend um 17 Prozent anstiegen.“ Zudem hat die Volksbank Halle im abgelaufenen Geschäftsjahr acht Vollexistenzgründungen begleitet – doppelt so viele wie in 2013.

Langfristige Kundeneinlagen weiterhin wenig gefragt

Auf der Einlagenseite zeigte die anhaltende Niedrigzinsphase auch in 2014 Wirkung. Zwar konnte die Volksbank Halle einen Zuwachs von 5,4 Prozent auf 327 Mio. Euro ein Plus verzeichnen. Dieser resultiere aber vor allem aus kurzfristigen Einlagen auf den Girokonten und sei starken Schwankungen unterworfen, so Harald Herkströter. „Bei den langfristigen Einlagen, zum Beispiel bei den Sparbriefen, ist die Entwicklung mit ca. 1% weiter rückläufig.“

Wertpapiergeschäft überspringt erstmals die 100-Millionen-Grenze

Zweiter großer Wachstumsmotor neben dem Kreditgeschäft war das Kundenwertpapiergeschäft. Hier erhöhten sich die Wertpapieranlagen um 14,9 Mio. Euro auf 107,5 Mio. Euro. „Damit überstiegt das betreute Depotvolumen erstmalig die 100 Millionen-Grenze“, sagt Thomas Stumpe, Prokurist und Leiter der Vermögensberatung. „Unsere Kunden nutzen die Niedrigzinsphase, um ihre Vermögensstruktur neu auszurichten. Daher gehen wir auch weiterhin von einer sehr starken Kundennachfrage aus.“ Vor diesem Hintergrund hat die Volksbank Halle das Team der Vermögensberater zum 1. Januar 2015 auf insgesamt vier Mitarbeiter ausgebaut. „Damit sind wir für die Zukunft gut gerüstet und können unseren Anspruch einer individuellen und anbieterunabhängigen Anlageberatung weiter gerecht werden“, so Stumpe.

Starkes Wachstum bei Lebensversicherungen

Einen wahren Boom verzeichnete die Bank bei der Vermittlung von Lebensversicherungen. Harald Herkströter: „Wir freuen uns sehr darüber, dass ein großer Firmenkunde die betriebliche Altersvorsoge seiner Mitarbeiter unserem Verbundpartner R+V Versicherung anvertraut hat.“ Insgesamt wurden Versicherungsverträge im Wert von 7,8 Mio. Euro abgeschlossen – fast doppelt so viel wie im Vorjahr (4,0 Mio. Euro). Die Vermittlung von Bausparverträgen zum Verbundunternehmen Bausparkasse Schwäbisch Hall blieb mit einem Minus von 3,3 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Insgesamt wurden Verträge im Wert von 19,6 Mio. Euro vermittelt.

Immobiliengeschäft meistert Herausforderungen mit Bravour

Der Immobilienmarkt war in 2014 von großen gesetzlichen Änderungen  geprägt. Themen wie Widerrufsrecht, Bestellerprinzip oder Energieeinsparverordnung stellten die Immobilienbranche vor neue Herausforderungen. Trotz dieser umfangreichen Umsetzungen konnte die Tochtergesellschaft der Volksbank Halle, die IVB Immobilien Vermittlungs- und Beteiligungs-GmbH & Co. KG, mit 62 vermittelten Objekten ihr bestes Geschäftsjahr seit Bestehen des Unternehmens erreichen. Neu aufgenommen wurden insgesamt 79 Objekte. Prokurist Wolfgang Tiekötter: „Unser Geschäft bleibt von weiterhin erhöhter Nachfrage gekennzeichnet. Der Immobilienmarkt 2015 wird sich vor dem Hintergrund demographischer und wirtschaftlicher Aspekte weiter beleben, wobei jedoch das Problem besteht, dass zu wenige Objekte zum Verkauf angeboten werden.“ Besonders stark nachgefragt sind Immobilien in zentraler Stadtlage sowie zeitgemäße Gewerbeimmobilien. Die Preise selber sind weiterhin moderat.

982 neue Mitglieder

Immer mehr Kunden werden auch Mitglied der Volksbank Halle: 2014 konnte die Zahl der Mitglieder nach 982 Zu- und 231 Abgängen um 751 erhöht werden und beträgt in Summe nun 11.547.  „Wir wollen jeden Kunden überzeugen, auch Mitglied und damit Eigentümer unserer Bank zu werden“, sagt Rainer Peters. Mitentscheiden, Mehrwerte erleben und das gute Gefühl, Teil seiner  Bank zu sein, seien mehr denn je gefragt. Peters: „Das Geschäftsmodell der Genossenschaft ist modern und zukunftsweisend. Das zeigt sich auch in unserer Mitgliederentwicklung.“

Mitarbeiterzahl wächst weiter

Einen weiteren Höchstwert vermeldet die Volksbank Halle bei der Zahl der Mitarbeiter, die um fünf auf jetzt 108 (darunter 10 Auszubildende) stieg. Zum Vergleich: 2009 beschäftigte die Bank 88 Mitarbeiter. Für Weiterbildungsmaßnahmen wurden 494 Tage zur Verfügung gestellt. Peters: „Wir sind stolz auf die außergewöhnliche Einsatzbereitschaft und die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiter und werden auch zukünftig an dieser Stelle investieren, um die Ziele und Wünsche unserer Kunden zu erfüllen.“ Denn am wichtigsten blieben der Kontakt und die Nähe zu den Kunden, mit denen im Geschäftsjahr mehr als 2.300 ganzheitliche Beratungsgespräche geführt wurden.  

Erfreuliche Ertragslage

Der Jahresüberschuss 2014 liegt mit 1,16 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. „Wir freuen uns, dass wir unsere Rücklagen dadurch weiter stärken und damit die künftig weiter ansteigenden Eigenkapitalanforderungen erfüllen können“, so Peters. Auch als Steuerzahler leistete die Volksbank Halle wieder einen wichtigen Beitrag, zahlte mehr als 1 Mio. Euro.

Genossenschaftliche Förderung der Region

Für die Förderung von Kultur, Bildung, Sport, Freizeit und soziale Projekte im Geschäftsgebiet hat die Volksbank Halle in 2014 insgesamt 71.000 Euro zur Verfügung gestellt. Darin enthalten waren Spenden aus dem Fonds des Gewinnsparvereins in Höhe von 36.000 Euro. Verwendet wurden die Fördermittel unter anderem für die Jugendfeuerwehren in Werther und Borgholzhausen, für Babyschlafsäcke im Klinikum Halle, den neuen Spielplatz im Lindenbad oder die Begleitung von Schülergenossenschaften. „Wir haben auch damit in 2014 viel für unsere Region im Allgemeinen und unsere Mitglieder im Speziellen getan und zahlreiche wertvolle und nachhaltige Projekte unterstützt“, berichtet Marketingleiter Timo Klack. 

Ausblick: Volksbank Halle bleibt auf Erfolgskurs

Auch für die Zukunft sieht Vorstandssprecher Rainer Peters die Volksbank Halle sehr gut aufgestellt: „Wir werden die zusätzlichen bankenaufsichtsrechtlichen Anforderungen annehmen und meistern. Wir werden weiter wachsen. Wir werden unser Team weiter verstärken.“ Die Volksbank Halle stehe bei den wichtigsten Kennziffern im Branchenvergleich gut da und werde alles daran setzen, diesen Vorsprung zu verteidigen. Mit der Abschaffung der Überziehungszinsen und den zum Jahresbeginn eingeführten neuen Kontomodellen habe die Bank bereits strategisch wichtige Pflöcke eingeschlagen. Fokussiert werden in 2015 die Themen Online-Banking und der weitere Ausbau der genossenschaftlichen Beratung. Peters: „Die Summe aus persönlicher Beratung, guten Konditionen und der Verbundenheit zur Region wird auch in Zukunft unser größtes Pfund im Rennen um die Gunst des Kunden bleiben.“

Die Volksbank Halle/Westf. eG ist weiter auf Wachstumskurs: Im Geschäftsjahr 2014 stieg die Bilanzsumme um 5 Prozent auf 440,7 Mio. Euro.