Innovations.Kreis.GT zu Gast bei der Volksbank Halle

Produkte aus dem 3-D-Drucker

3D-Druck ist ein Thema, das immer mehr Menschen bewegt. Seit einiger Zeit hat die Technologie auch den Weg in private Haushalte gefunden. Höchste Zeit, sich auch als Unternehmen mit dem Thema zu beschäftigen, so die Meinung der pro Wirtschaft GT (proWi). Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises lud gemeinsam mit der Volksbank Halle/Westf. eG beim vergangenen Innovations.Kreis.GT Fachvertreter aus Handwerk, Ingenieurwesen und Forschung ein, um sich ein Bild von der Technologie zu machen.  

Dr.-Ing. Eric Klemp vom Direct Manufacturing Research Center (DMRC) an der Universität Paderborn beleuchtete in seinem Vortrag die Möglichkeiten des modernen 3D-Drucks: Von Prothesen bis zu Flugzeugbauteilen, Hörgeräten und vielem mehr können komplizierte Bauteilgeometrien durch das dreidimensionale Druckverfahren erstellt werden. Nach und nach werden dafür mit einer Dicke von 1/20mm die einzelnen Schichten aufgetragen, bis die gewünschte Form fertiggestellt ist. Als Material kommen dafür verschiedene Kunststoffe und Metalle zum Einsatz. Die Technologie in einem Unternehmen einzuführen bedeutet aber auch, Zeit einzuplanen, da die Einarbeitung bis zu neun Monate dauern kann. „Denken Sie quer oder anders!", appellierte Dr.-Ing. Klemp, denn das Verfahren kann für verschiedenste Bereiche und Produkte eingesetzt werden, selbst im Bereich des Marketings gibt es Möglichkeiten, zum Beispiel durch die Herstellung eines dreidimensionalen QR-Codes.

Im folgenden Vortrag gab Dr.-Ing. Rinje Brandis, Technischer Leiter bei der Krause DiMaTec GmbH, einen Einblick in die praktische Umsetzung. Nach ihm ist der Begriff 3D-Druck inzwischen geläufiger als der des "additiven Fertigungsverfahrens“. Für ihn liegen die Vorteile des 3D-Drucks klar auf der Hand: Die Umsetzung komplexer Geometrien und individueller Kundenwünsche in kleinen Stückzahlen sind möglich, dazu können innovative Leichtbaukonzepte durch eine gute Funktionsintegration umgesetzt werden. Hinzu kommen kurze Lieferzeiten. Für Dr.-Ing. Brandis ist 3D-Druck heute keine Science Fiction-Vorstellung mehr, sondern ein qualitativ hochwertiges Herstellungsverfahren mit viel Potential.

Matthias Vinnemeier von der proWi war mit der Veranstaltung sehr zufrieden. „Insgesamt 75 Teilnehmer waren an diesem Abend dabei, das zeigt, wie aktuell das Thema ist und dass die Unternehmen Bedarf haben“, so Vinnemeier. Die Veranstaltungsreihe Innovations.Kreis.GT wird auch 2016 im bereits 9. Jahr fortgeführt, u. a. mit einem Workshop zu Geschäftsmodellen der Zukunft. www.pro-wirtschaft-gt.de

Stellten das Zukunftspotential von 3D-Druck vor: Dr.-Ing. Rinje Brandis (Krause DiMaTec GmbH), Dr.-Ing. Eric Klemp (Direct Manufacturing Research Center an der Universität Paderborn), Ben Glimmann (Wirtschaftsinitiative Kreis Gütersloh e.V.) und Matthias Vinnemeier (pro Wirtschaft GT GmbH).