Großer Stern des Sports leuchtet über TuS Solbad

Borgholzhausener Verein macht das Rennen um begehrte Breitensport-Trophäe

Borgholzhausen (eph). Der Südhang des Teutoburger Waldes ist offenbar eine Region, in der soziales Engagement von Sportvereinen besonders gut gedeihen kann. Diesen Schluss legt das Ergebnis im Kreisentscheid um die „Sterne des Sports 2015“ nahe. Die höchste Auszeichnung im deutschen Amateursport, gerne auch mal als „Oscar des Breitensports bezeichnet“, ging in diesem Jahr an drei Vereine, deren Sportstätten in Sichtweite zum Teuto liegen: Den TuS Solbad Ravensberg aus Borgholzhausen, den FC Stukenbrock und die Sportvereinigung Steinhagen.

Im Beisein von Landrat Sven-Georg Adenauer, Kreissportbund-Chef Hans Feuß sowie den Volksbank-Vorständen Wolfgang Hillemeier (Rietberg), Rainer Peters und Harald Herkströter (beide Halle) als Sponsorenvertreter erfolgte jetzt im Clubheim des TuS Solbad Ravensberg die Übergabe des „Großen Stern des Sports“ in Bronze samt 1.500 Euro Preisgeld an den Kreissieger und Gastgeber-Verein aus Borgholzhausen. Über Platz zwei und 1.000 Euro Siegprämie freuen sich die Boccia-Sportler des FC Stukenbrock. Platz drei ging an die Sportvereinigung Steinhagen.

Die „Sterne des Sports“ sind Deutschlands bedeutendster Wettbewerb rund um das soziale Engagement von Sportvereinen. Gemeinsam suchen der Deutsche Olympische Sportbund und die Gruppe der Volksbanken/Raiffeisenbanken Vereine, die sich über den reinen Übungsbetrieb hinaus auf gesellschaftlichem Gebiet – beispielsweise in der Integrationsarbeit oder in der Krankheitsvor- und nachsorge - oder im Bereich des Umweltschutzes engagieren.

Den größten Eindruck auf die Jury um Landrat Adenauer, Kreissportbundchef Feuß, Sportredakteur Stefan Herzog, Volksbank-Vorstand Wolfgang Hillemeier (Rietberg) und Volksbank-Marketingfachfrau Maren Gerkens hatte eine Initiative der Fußballer vom TuS Solbad Ravensberg gemacht. Unter dem Motto „Kicken für einen guten Zweck“ hatten die Borgholzhausener ein Benefiz-Turnier zugunsten der Deutschen Knochenmarkspenderdatei organisiert und dabei 2014 rund 4.500 Euro und in diesem Jahr sogar 10.000 (!) Euro für die Registrierung potenzieller Spender „eingesammelt“.

Dass Sport keine Frage des Alters ist, machen die Boccia-Spieler des FC Stukenbrock seit zehn Jahren mit ihrem Projekt „Aktion bewegt – älter werden in NRW“ deutlich. Die Seniorensportler aufwärts von 60 Lebensjahren werben mit Erfolg für eine regelmäßige sportliche Betätigung durch Boccia- und Boßel-Trainingsstunden und –turniere.

Die Sportvereinigung Steinhagen wurde ausgezeichnet für ihr Angebot „Fit mit dem Rollator“. Unter diesem Motto bietet der Verein Senioren und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen ein Mobilitätstraining an, das sich großer Beliebtheit in der Gemeinde erfreut.

Alle drei Vereine haben mit ihrer Platzierung ein Ticket für den Landeswettbewerb um den „Großen Stern des Sports“ in Silber gelöst. Als einzige Vertreter aus dem Kreis Gütersloh erhielten die Steinhagener eine Einladung zur Landessiegerehrung, die zur Wochenmitte im Haus von Sportministerin Christina Kampmann über die Bühne ging. Hier wurde die Sportvereinigung für ihr Engagement mit einem Förderpreis in Höhe von 500 Euro ausgezeichnet.

Für Landrat Sven-Georg Adenauer kommt der Erfolg heimischer Breitensportler auf überörtlichem Gebiet nicht von ungefähr. „Wir haben hier im Kreis ein hervorragendes Sportangebot, das Jung und Alt miteinander verbindet. Und beim Sportabzeichen-Wettbewerb landen wir in NRW regelmäßig unter den drei besten Kreisen“, meinte er. Neue Aufgaben sah Adenauer auf die Vereine im Bereich der Integrationsarbeit für Flüchtlinge und Neubürger zukommen. Der Landrat: „Sport verbindet. Deswegen haben wir hier eine besondere Verantwortung.“

So sehen Sieger aus: Der TuS Solbad Ravensberg ist der Gewinner des „Großen Stern des Sports“ auf Kreisebene. Das Foto zeigt den 1. Vorsitzenden TuS Solbad Ravensberg Peter Beißmann, Volksbank-Vorstand Harald Herkströter, Hauptorganisator des DKMS-Turniers Patrick von Diesen mit Ehefrau Jennifer und Tochter Leni und Volksbank-Vorsitzenden Rainer Peters (von links). Der Verein und die Volksbank Halle sind seit langem eng miteinander verbunden, unter anderem durch das Förderprogramm "Gemeinsam stark".