Staffelstabträger übergibt die Verantwortung in höchstem Tempo nach einem erfolgreichen Rennen

Volksbank Halle verabschiedet Vorstandsvorsitzenden Rainer Peters

Bei der Volksbank Halle/Westf. eG endet an diesem Freitag eine Ära: Rainer Peters verabschiedet sich nach 23 Jahren Vorstandsarbeit in den passiven Teil der Altersteilzeit. Der gebürtige Hesse war 1997 in den Vorstand berufen worden und ist seit 2008 Vorstandsvorsitzender. Peters übergibt seine Aufgaben an Harald Herkströter, der die Bank gemeinsam mit dem im April in den Vorstand berufenen Dennis Blomeyer zukünftig leitet.

Rainer Peters hat seine Aufgabe als Vorstand gerne mit der eines Staffelläufers verglichen: „Als Träger des Staffelstabes war es mir immer wichtig, dass die Bank stets im Vorderfeld mitläuft und dass ich den Stab am Ende meiner Karriere gut positioniert und im höchsten Tempo an meine Nachfolger übergeben kann“, so Peters. Beides ist dem begeisterten Läufer, der zahlreiche Marathons und Hermannsläufe gemeistert hat, gelungen. Immerhin hat sich die Bilanzsumme der Bank in der Vorstandszeit von Rainer Peters verdreifacht. Peters: „Ich gehe mit dem allerbesten Gefühl, denn die Volksbank Halle ist auch in diesen herausfordernden Zeiten sehr gut aufgestellt, um in den nächsten Jahren weiter wachsen zu können und vor allem selbständig zu bleiben.“

Dass die Bank mit einer Bilanzsumme von 573 Millionen Euro dafür zu klein sein könnte, kann der überzeugte Genossenschaftsbanker nicht verstehen. „Die Volksbank Halle hat in all den Jahren, in denen um uns herum zahlreiche Fusionen stattgefunden haben, stets ihren eigenen Weg gefunden. Die Bank passt mit ihrer Nähe zu Mitgliedern und Kunden perfekt in diese Region, die vom Mittelstand geprägt ist.“ Nicht zu klein oder zu groß, sondern erfolgreich oder nicht erfolgreich seien die entscheidenden Maßstäbe bei der Führung einer Bank. „Und die Volksbank Halle ist mit ihren rund 100 Mitarbeitern, die sich allesamt kennen, und einem tollen Marktgebiet sehr gut steuerbar.“

Wenn Rainer Peters an diesem Freitag seinen Staffelstab „mit einem großen Stück Zufriedenheit“ in vollem Lauf übergibt, gilt sein Dank vor allem seinen Mitarbeitern. „Ich hatte großes Glück, dass ich immer gute Zahlen präsentieren durfte und ich bin mir bewusst, dass ich das in erster Linie unserem tollen Team zu verdanken habe“, sagt er. Besonders stolz ist er darauf, dass sich so viele Eigengewächse zu Führungskräften entwickelt haben, die der Bank mit ihrer Verbundenheit ihren heimatverbundenen Charakter verleihen. Peters: „Ich selbst hatte das Glück, in meiner Karriere stets viele Förderer gehabt zu haben und es war mir immer wichtig, dieses hohe Gut weiterzugeben und in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter zu investieren.“

Dass der Beruf des Bankers seine Berufung sein würde, war Rainer Peters schon früh bewusst. „Ich habe mich schon immer für Wirtschaft und Finanzen interessiert und bin als Junge mit der FAZ unter dem Arm zu Schule gegangen“, erinnert sich. Und während viele Gleichaltrige ihr Geld einfach ausgaben, sparte der damals 14-jährige Peters ebenso eisern wie erfolgreich für das eigene Mofa. Folgerichtig begann er 1979 seine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Langen. „Ich hatte von Anfang an das Ziel, einmal Vorstand zu werden“, sagt er heute. Bei der Volksbank Mörfelden/Waldorf durchlief er nahezu alle Leitungsfunktionen einer Bank, wurde Prokurist und erwarb an der ADG die Befähigung zum Bankvorstand.

Dass Rainer Peters sein berufliches Ziel dann ausgerechnet im westfälischen Halle wahr machte, war eher ein Zufall. Peters. „Als ich die Stellenanzeige gelesen habe, in der auch vom Teutoburger Wald die Rede war, dachte ich: Hört sich gut an. Wir haben dann auf der Durchreise an die Nordsee hier angehalten und fanden Halle trotz strömenden Regens sehr schön.“ Was folgt ist Geschichte – Peters bewarb sich und erhielt wenige Tage später vom damaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Gerd Kisker am Telefon die Zusage.

„Bis heute habe ich keinen Haken gefunden, hier nach Halle zu kommen“, sagt Peters. Längst fühlt sich die Familie, zu der neben seiner Frau Ulrike auch zwei erwachsene Söhne mit Partnerinnen sowie eine Enkeltochter und viele Freunde gehören, in der Lindenstadt heimisch. „Wir sind Haller mit ganzem Herzen und bleiben es auch“, sagt Peters, der sich freut, in Zukunft mehr Zeit für diese Menschen und seine zahlreichen Hobbies wie Sport und Reisen zu haben.

Aufsichtsrat, Vorstandskollegen, Mitarbeiter, Vertreter, Kunden und Weggefährten wünschen Rainer Peters für diese Ziele nur das Beste und bedanken sich für die Spitzenleistungen ihres Staffelstabträgers.