Fit für die Zukunft

Mitgliederversammlung der Volksbank Halle/Westf. eG

Die Zukunft des Bargeldes, Renditechancen in der Niedrigzinsphase und die Zukunft der Genossenschaftsbank waren die großen Themen auf der Mitgliederversammlung der Volksbank Halle/Westf. eG. Bei bestem Wetter waren 452 Mitglieder in die Aula des Kreisgymnasiums gekommen, um sich über die Entwicklung ihrer Volksbank zu informieren. Dabei unterstrich der Vorstandsvorsitzende Rainer Peters, dass die Bank für die Zukunft gut aufgestellt ist.    

Rainer Peters machte im Bericht des Vorstands an zwei besonders markanten Zahlen deutlich, dass die Volksbank Halle auf ein gutes Geschäftsjahr 2017 zurückblickt. Erstmals in der 130-jährigen Geschichte übertraf das betreute Kundenvolumen der Bank die Grenze von einer Milliarde Euro, gleichzeitig wuchs die Bilanzsumme auf über 500 Millionen Euro.

„Wir sind fit für die Zukunft und konnten die guten Rahmenbedingungen nutzen, um weiter zu wachsen“, so Peters. Vor allem das Kreditgeschäft bereite Freude und sorge dafür, dass die Bank trotz anhaltend niedriger Zinsen einen konstanten Bilanzgewinn von knapp über einer Million Euro ausweisen kann. Peters kündigte an, der Vertreterversammlung eine Dividende von 4% auf die Geschäftsguthaben vorzuschlagen. Damit würden dann 224.183,49 Euro ausgeschüttet.
 
Im Anschluss an den Jahresbericht beantworteten die Vorstände die wichtigsten Fragen der Mitglieder. Dabei unterstrich Harald Herkströter die anhaltende Bedeutung des Spargedankens: „Das Geld einfach auf das Sparbuch packen, reicht aber nicht mehr aus. Man sollte es in verschiedene Anlageklassen und in verschiedene Laufzeiten anlegen.“

Rainer Peters machte deutlich, dass eine Abschaffung des Bargeldes und der Ersatz durch digitales Geld auf absehbare Zeit keine Alternative sei. „Die Deutschen hängen am Bargeld und wollen frei entscheiden, wie sie ihr Geld ausgeben.“ Dennoch werde auch die Volksbank Halle weiter in moderne Zahlungssysteme investieren, um junge und technikaffine Kunden zu begeistern.

Hinsichtlich der Zukunft unterstrichen die Vorstände, dass man trotz zunehmender Regulatorik und neuen Wettbewerbern gut aufgestellt sei. „Wir sind es gewohnt, Herausforderungen anzunehmen und setzen konsequent auf Qualität und Nähe. Die Tatsache, dass wir wachsen und weiterempfohlen werden macht uns zuversichtlich“, so Peters. Lob gab es von Bürgermeisterin Anne Rodenbrock-Wesselmann, die in ihrem Grußwort das große Engagement sowie die Rolle der Genossenschaftsbank als aktiver Finanzpartner in einer wachsenden Stadt herausstellte.

Für Unterhaltung sorgten die Künstler Ingo und Daniela Börchers, die die Aula mit einer Mischung aus Comedy und Kabarett zum Lachen brachten. Anschließend genossen die Mitglieder den lauen Sommerabend bei gutem Essen und kühlen Getränken.